Polyproblem – Kunststoff und Umwelt

Trotz der enormen öffentlichen Aufmerksamkeit für die fortschreitende Umweltbelastung durch Plastikabfälle ist eine globale Agenda zur Lösung des Problems nicht in Sicht. Das ist der kritische Befund eines Policy-Papers, das wir gemeinsam mit der Röchling Stiftung veröffentlicht haben.

Kein Tag vergeht ohne große Medienberichte zu Kunststoff in der Umwelt. Mal geht es um spektakuläre Ideen zur Reinigung der Ozeane, mal um neue Erkenntnisse zu Mikroplastik, mal um Aktionen für ein plastikreduziertes Leben. Unsere Studie zeigt: Viele dieser Initiativen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Forschung laufen nicht nur nebeneinander her. Teilweise widersprechen sich die Argumentationen und Handlungsansätze auch.

POLYPROBLEM hilft allen, die das Plastikproblem ganzheitlich überblicken und daraus eigene Optionen ableiten möchten.

Unsere Publikation stellt die wichtigsten Herausforderungen, Lösungsansätze und Akteure in einem kompakten Überblick zusammen und bietet Orientierung für alle, die sich in dem Themenfeld Kunststoff und Umwelt engagieren möchten. Wer verfolgt welches Ziel? Welche unterschiedlichen Prioritäten gibt es? Und vor allem: Gibt es eine Aussicht auf einen globalen Plan?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir mit internationalen Experten aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung gesprochen. Wir haben die wichtigsten Netzwerke und deren Strategien analysiert und die für das Thema bedeutsamen Informationsquellen transparent zusammengestellt.


Wir bedanken uns herzlich bei allen, die diese Studie möglich gemacht haben:

  • Bei dem gesamten Team der Röchling Stiftung, allen voran Uwe Amrhein, Annunziata Gräfin Hoensbroech und Julia Eberhardt für die gute und inhaltlich spannende Zusammenarbeit.

  • Bei allen Experten und Expertinnen, die uns ihre Zeit und ihr Wissen im Feld Plastik und Umwelt bereitgestellt haben.

Studie herunterladen

Kostenlose gedruckte Exemplare, gerne auch in größerer Anzahl, können Sie unter info(at)roechling-stiftung.de angefordern.

Die Publikation können Sie auch unter www.roechling-stiftung.de in deutscher und englischer Sprache herunterladen.


SYMPOSIUM  
Polyproblem – Stakeholder-Dialog Kunststoff und Umwelt

Datum: 27. März 2019
Uhrzeit: 09:00 h – 14:30 h
Ort: Kalkscheune, Johannisstraße, 10117 Berlin

Die Kräfte bündeln. Gemeinsam Lösungen entwickeln, anstatt immer neue Einzelprojekte in die Welt zu setzen. Die Möglichkeiten von Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft besser miteinander verbinden – das war das Ziel des ersten gemeinsamen Stakeholder-Dialogs Polyproblem von Röchling Stiftung und Wider Sense. Geleitet vom Gedanken des Collective-Impact-Konzeptes trafen sich rund 150 Expertinnen und Experten aus Politik, Stiftungswesen, Zivilgesellschaft und Industrie, um mit führenden Organisationen wie Ocean Conservancy, Fraunhofer Umsicht, Plastics Europe und Zero Waste Europe über die Herausforderungen von Plastik in der Umwelt zu diskutieren.

Das Fazit:

  • Es braucht Innovation und Kollaboration. Gelernte Mechanismen reichen nicht, um Plastikmüll aus der Umwelt fernzuhalten. Das Verantwortungsprinzip der petrochemischen und Verpackungs-Industrie wird ebenso eine Rolle spielen wie Produktdesigner, die neue Produkte entwickeln, und jeder einzelne Konsument.
  • Mehr Sachlichkeit ist gefragt. Die Sichtbarkeit des Problems darf nicht durch emotionale, medial angeheizte Diskussionen vorschnell in Lager geteilt und unüberbrückbar beendet werden. Die Wahrheit liegt zwischen dem Propagieren einfacher Lösungen und dem Verleugnen der Problematik. Polyproblem braucht Polyvox.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

 

KONTAKT

Julia Oestreich
Consultant
Wider Sense GmbH
 
T +49-30-2408824-0
Anna Wolf
Senior Consultant
Wider Sense GmbH
 
wolf(at)widersense.org
 
T +49-30-2408824-0
 

Uwe Amrhein
Foundation Manager GmbH
Röchling Foundation

uwe.amrhein[@]roechling-stiftung.de