Corporate Citizenship in Deutschland

Eine Diskussion zum gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen in Deutschland

Weniger als ein Viertel der DAX 30 Unternehmen ist strategisch engagiert und nur 17 Prozent messen die Resultate ihres Engagements anhand vorab festgelegter Kennzahlen. Diese Ergebnisse der im Mai von Beyond Philanthropy und goetzpartners veröffentlichten Analyse zum gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen waren Basis einer Diskussion am 29. Juni 2017 im Haus C13 mit rund 50 Gästen.

Dr. Holger Backhaus-Maul (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Dennis Hoenig-Ohnsorg (Leiter Corporate Responsibility, Zalando SE), Franziska Lauer (Leiterin Neue Partnerschaften, Save the Children e.V.) und Brigitte Wortmann (Senior Political Adviser, BP Europa SE) diskutierten Errungenschaften und Herausforderungen von Corporate Citizenship in Deutschland. Schon zu Beginn zeigte sich der Diskussionsbedarf: die vier Podiumsgäste erläuterten jeweils ihre ganz eigene Definition von Corporate Citizenship. Auch die Erwartungen, die an Unternehmen gestellt werden, die finanzielle Höhe des Engagements, das Messen von Wirkung und die Rolle des Staates wurden kontrovers diskutiert.

Einig waren sich die Panelisten darüber, dass Corporate Citizenship in Unternehmen den Rückhalt der Geschäftsführung haben muss, um erfolgreich zu sein. Franziska Lauer fasste die Voraussetzungen für gutes Corporate Citizenship zusammen: Um einen erfolgreichen Dialog mit allen Akteuren zu führen, muss die Expertise aller Beteiligten ernst genommen und eine gemeinsame Sprache und Lösungen gefunden werden. Der Abend zeigte, dass die Diskussion insgesamt noch am Anfang steht. Wir freuen uns, dass wir dazu einen Beitrag leisten konnten und verfolgen das Thema weiter.