Code of Conduct

Der vorliegende Code of Conduct (Verhaltenskodex) soll uns einen Orientierungsrahmen geben, wie und für wen wir arbeiten möchten. Er gilt für alle Beschäftigten von Wider Sense, wobei die Führungskräfte hierbei eine besondere Vorbildfunktion innehaben und sicherstellen, dass die Beschäftigten die Verhaltensregeln kennen und diese auch einhalten. 

Die Einhaltung des Code of Conduct ist Teil unserer Compliance, zu der auch die Achtung gesetzlicher Regelungen und Richtlinien gehört, die wir von allen Wider Sense-Mitarbeitenden erwarten. Gemäß interner Richtlinien gehen wir gegen jegliche Compliance-Verstöße vor und kommunizieren diese transparent und offen nach außen. 

Inhalt 

  1. 1. Selbstverständnis als Social Business
  2. 2. Verhalten und Werte unserer Arbeit
  3. 3. Beziehungen
  4. 3.1. Beziehungen zu unseren Kunden
  5. 3.2. Beziehungen zu Wettbewerbern
  6. 3.3. Beziehungen zu Stakeholdern und externen Dienstleistern
  7. 4.4. Beziehung zu Fördermittel suchenden Organisationen
  8. 3.5. Korruption und Bestechung
  9. 4. Umgang mit Informationen 
  10. 5. Mitgliedschaft in externen Gremien
  11. 6. Einhaltung dieses Kodex

 

1. Selbstverständnis als Social Business 

Wider Sense wurde im Jahr 2011 als Beyond Philanthropy gegründet und firmiert seit April 2019 unter neuem Namen. Die Organisation gestaltet gemeinsam mit Unternehmen und Stiftungen positiven und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel. Wider Sense bietet dabei strategische Beratungsleistungen, die den Kunden dabei helfen, die effektivsten Programme für sozialen Wandel zu entwerfen, zu entwickeln und durchzuführen. Aufgrund seiner Zielsetzung versteht sich Wider Sense als ein Social Business. 

Seit Mai 2015 ist Wider Sense zudem eine zertifizierte B-Corporation®. Das heißt konkret: Wir sind Teil eines weltweiten Netzwerkes, welches sich durch ein gemeinsames Wertegerüst auszeichnet. Das bedeutet, dass wir als Organisation anstreben, wirtschaftlich erfolgreich, sinnstiftend und transparent zu sein. Wir möchten dazu beitragen, Nachhaltigkeit, Corporate Citizenship und Sozialunternehmertum ganzheitlich zu betrachten. Aus diesem Vorhaben ergeben sich zahlreiche konkrete Verhaltensmuster und -regeln, die es täglich zu beachten gilt: angefangen bei dem umweltverträglichen Einkauf von Büromaterialien bis hin zum Geschäftsmodell eines Social Business. Diese Praxis reflektieren wir regelmäßig und entwickeln sie weiter. 

2. Verhalten und Werte unserer Arbeit 

Wir sind von der Mission getrieben, gemeinsam mit Unternehmen, Stiftungen und dem öffentlichen Sektor positiven und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. Dabei leitet uns der Gedanke einer Zukunft, in der sich alle für eine faire und nachhaltige Welt stark machen. Im Zuge dessen soll jeder Akteur die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen, finanzieller und nicht finanzieller Art, nutzen, um so effektiv gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. 

Zur Erreichung dieser Ziele wollen wir unseren Kunden auf Augenhöhe und mit Fairness begegnen. Unsere Arbeitsergebnisse sollen sich dabei durch hohe Qualität und einen passgenauen Zuschnitt auf den Kunden auszeichnen. Hierfür reflektieren wir die verschiedenen Interessenlagen und berücksichtigen die Komplexität, die es stets beim Lösen von gesellschaftlichen Problemen zu beachten gilt. Wir wollen unsere Kunden durch unsere Erfahrung im Sektor, unseren hohen Vernetzungsgrad sowie durch unsere internationale Ausrichtung bestmöglich zu ihrem gesellschaftlichen Engagement beraten. Wir wollen objektiv sein und belastbare Daten liefern. Wir sind uns bewusst, dass hierbei manchmal Fehler geschehen. Wir wollen eine offene Fehlerkultur leben und von uns begangene Fehler schnell beheben und transparent kommunizieren.  

3. Beziehungen 

In der Arbeitswelt kommunizieren wir ständig mit uns vertrauten, aber auch mit neuen Akteuren. Dabei gehen wir ganz unterschiedliche geschäftliche Beziehungen zu Kunden, Dienstleistern oder Wettbewerbern ein. Wir fassen aber auch die Interaktion mit der gesamten Zivilgesellschaft hierunter zusammen und erkennen den großen Wert der uns oft unentgeltlich zur Verfügung gestellten Informationen durch unsere Partner und Netzwerke an. Diesen Akteuren wollen wir mit einem Verhalten gegenübertreten, welches sich an grundlegenden Werten und Normen orientiert. 

Dabei sollen private Interessen und persönliche Vorteile unsere geschäftlichen Entscheidungen nicht beeinflussen; das heißt, wir handeln integer und losgelöst von eigenen möglichen Vorteilen. Demzufolge sind unsere Geschäftsentscheidungen stark von Unabhängigkeit, Vertrauen und Fairness geprägt. 

Eine besondere Partnerschaft verbindet uns seit 2011 mit der Unternehmensberatung goetzpartners. Gemeinsam durchgeführte Projekte für große Unternehmen und Unternehmensstiftungen zeugen vom Erfolg dieser Partnerschaft. Weitere Unternehmen und Einzelpersonen, die uns in unserer Arbeit als externe Partner zur Seite stehen, weisen wir transparent in unserer öffentlichen Kommunikation aus. 

Auch der Beziehung zu unseren Mitarbeitern kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie setzen unsere selbst gesteckten Ziele um und machen Wider Sense zu dem, was es ist. Wie eingangs beschrieben, gilt der vorliegende Code of Conduct für alle Beschäftigten von Wider Sense und soll ihnen als Orientierungsrahmen für ihr tägliches Handeln dienen. 

In unseren internen wie externen Beziehungen lehnen wir jegliche Form von Diskriminierung u.a. aufgrund von Geschlecht, Alter, Ethnie, Herkunft, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung ab und ahnden jegliches Verhalten, das von diesem Grundsatz abweicht.  

3.1. Beziehungen zu unseren Kunden 

Wider Sense berät Unternehmen, Stiftungen und den öffentlichen Sektor zu Fragestellungen der Corporate Social Responsibility (CSR), Philanthropie und sozialen Investitionen. Durch eine persönliche und strategische Begleitung unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen und nachhaltig wirkungsvollen Programmen für gesellschaftlichen Wandel. Dabei streben wir stets einen fairen und respektvollen Umgang mit unseren Kunden an. Es ist unser erklärtes Anliegen, unseren Kunden Strategien und Programme für gesellschaftlichen Wandel aufzuzeigen, die auf ihre Bedürfnisse und Voraussetzungen zugeschnitten sind und deren positive gesellschaftliche Wirkung plausibel scheint. Da wir langfristige Kundenbeziehungen anstreben, verstehen wir unsere Kunden als Partner, für die wir über einen längeren Zeitraum stets qualitativ hochwertige Dienstleistungen zur Verfügung stellen wollen.  

Die Auswahl unserer (potenziellen) Kunden unterliegt unserer stetigen kritischen Prüfung. Grundsätzlich stehen wir einer Zusammenarbeit mit allen Unternehmen und Stiftungen offen gegenüber, solange sie freiheitlich-demokratische Prinzipien respektieren und mit ihrem Handeln ernsthaft und aufrichtig beabsichtigen, einen Beitrag zum positiven gesellschaftlichen Wandel zu leisten. So vielfältig unsere Kunden sein können, so vielfältig kann auch die Ausprägung des Wandels sein. Dabei sind soziale und ökologische Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit für uns von besonderer Bedeutung.  

Bei potenziellen Kunden, bei denen wir nach kritischer Prüfung intern zu unterschiedlichen Auffassungen kommen, verfolgen wir einen Prozess der partizipativen und gleichberechtigten Entscheidungsfindung. 

Darüber hinaus ist unsere Arbeit stets davon geleitet, gemeinsam mit unseren Kunden positiven gesellschaftlichen Wandel zu verfolgen. Hierbei verstehen wir insbesondere die Stärkung sozialer und ökologischer Gerechtigkeit als Hauptziel unseres Handelns. Marketing und Kommunikation können dabei stets wirkungsvolle Instrumente und Mittel zum Zweck sein. Im besten Fall werden sie als unterstützende Maßnahme genutzt, um die positive Wirkung des Handelns weiter zu verstärken. Sollten wir jedoch zu der Ansicht gelangen, dass Marketing und Kommunikation mit der Absicht des sogenannten „White Washing“, sprich der Vortäuschung gesellschaftlichen Engagements, genutzt werden, dann behalten wir uns das Recht vor, von einer Zusammenarbeit abzusehen. 

3.2. Beziehungen zu Wettbewerbern 

Wir stehen im Wettbewerb um die besseren Lösungen und verfolgen mit den uns nahestehenden Organisationen und Initiativen das gleiche Ziel: eine gerechtere und zukunftsfähige Welt. Hierbei verstehen wir unsere direkten Wettbewerber als Mitstreiter im Kampf gegen Ungerechtigkeit, Umweltschäden und das Denken in abgeschotteten Sektoren. Zusammen wollen wir die Durchmischung der Sektoren (öffentlicher, privater und dritter Sektor) bewerben, um innovative und zukunftsfähige Lösungen für gesellschaftliche Problemstellungen zu finden.  

Das Verhältnis zu unseren Wettbewerbern soll auf Fairness fußen. Wir verpflichten uns, keine unlauteren Wettbewerbsvorteile zu unseren Gunsten einzugehen und keine falschen Informationen über Preise und Produkte unserer Wettbewerber öffentlich zu verbreiten.  

3.3. Beziehungen zu Stakeholdern und externen Dienstleistern 

Fairness und Integrität bestimmen auch unsere Geschäftsbeziehungen zu externen Dienstleistern und anderen Stakeholdern. Wir legen Wert darauf, dass sich unsere Stakeholder in ihren Geschäftspraktiken an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Des Weiteren folgen wir stark dem Grundsatz, dass auch unsere Stakeholder für ein bewusstes und starkes Verständnis zu den Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eintreten und ihr tägliches Handeln danach ausrichten sollten. Daher achten wir beim Einkauf von Materialien stets auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und reflektieren die tatsächliche Notwendigkeit der Anschaffungen.  

3.4. Beziehung zu Fördermittel suchenden Organisationen  

Grundsätzlich zeichnen sich die Kunden von Wider Sense dadurch aus, dass sie sich gesellschaftlich engagieren möchten. Dabei erfolgt das Engagement oft über eine Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Partnerorganisationen, die von unseren Kunden u.a. finanzielle Ressourcen erhalten. 

Als Intermediär gehört es somit zur Aufgabe von Wider Sense, Beziehungen zu Fördermittel suchenden Organisationen aufzubauen und zu pflegen. Dabei gilt allerdings der Grundsatz, keine Aufträge von Organisationen anzunehmen, deren vorrangiges Anliegen die Gewinnung von Fördermitteln ist.  

Dies schließt eine generelle Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen nicht aus. Fälle, in denen Förderorganisationen ein Vorhaben umsetzen möchten und dafür bereits substanzielle Eigenmittel bereitgestellt haben, aber noch auf der Suche nach weiteren Ko-Förderinnen sind, unterliegen nicht grundsätzlich der oben beschriebenen „No Fundraising Policy“. Auch Beratungsaufträge für gemeinnützige Organisationen sind grundsätzlich Teil der Arbeit von Wider Sense, solange diese primär der Stärkung der beauftragenden Organisation sowie ihrer Effizienz dienen.  

Jede Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen kommunizieren wir transparent, bevor wir weiteren Kunden eine Förderung der entsprechenden Organisation empfehlen sollten. 

3.5. Korruption und Bestechung 

Wir lehnen jegliche Form von Korruption ab und schenken Situationen besondere Vorsicht, die auch nur den Anschein einer korrupten Handlung aufweisen. Demzufolge sind wir bei Einladungen zu Veranstaltungen und Geschäftsessen sowie bei Geschenken besonders vorsichtig und reflektieren stets deren Bedeutung und mögliche Vorteilsnahme. 

Dies gilt nicht nur für unsere Beziehung zu Kunden, sondern zu allen Stakeholdern wie beispielsweise externen Dienstleistern. Uns widerstrebt dabei jegliche Form der unerlaubten Vorteilsnahme; das heißt, wir nehmen von Lieferanten und anderen Dienstleistern keine unlauter angebotenen Vorteile an und stellen auch keine Vorteile diesen gegenüber in Aussicht. Korruption und Bestechung haben in unserer täglichen Geschäftspraxis keinen Platz. 

4. Umgang mit Informationen 

Wider Sense möchte sicherstellen, dass unsere Kunden fundierte Entscheidungen treffen, um größtmögliche Wirkung ihres gesellschaftlichen Engagements zu erzielen. Oft unterstützen wir auch die Implementierung der Ideen unserer Kunden, zum Beispiel durch eine Entsendung von Teamkollegen oder die Auswahl von Förderprojekten und -organisationen. Hierbei kommen wir mit höchst vertraulichen Informationen unserer Kunden in Kontakt, deren Schutz für uns eine hohe Bedeutung hat. 

Auch die Sicherheit uns anvertrauter Daten ist für uns von besonderer Bedeutung. Daher stellen wir hohe Anforderungen an den Datenschutz und die Einhaltung von Verschwiegenheitspflichten. Es ist dabei unser Ziel, unsere selbst generierten Daten, aber auch die Daten unserer Kunden und Stakeholder mit angemessener Technik und Organisation vor einem unberechtigten Zugriff durch Dritte zu schützen. Um dies bestmöglich zu gewährleisten, speichern wir sämtliche Daten nur auf sich in Europa befindenden Servern. 

Wir sind uns der hohen Sensibilität der uns anvertrauten Daten bewusst und erheben und verarbeiten diese schutzbedürftigen Informationen nur mit der Zustimmung der betroffenen Organisation oder Person. Insbesondere legen wir darauf Wert, dass Geschäftsdokumente und Arbeitsergebnisse vor fremden Einblick geschützt werden. 

Für die Sicherstellung eines umfassenden Datenschutzes in unserer alltäglichen Arbeit ist unsere intern bestimmte Datenschutzbeauftragte zuständig. 

5. Mitgliedschaft in externen Gremien 

Die ehrenamtliche und bezahlte Mitgliedschaft in Gremien von Kunden und sonstigen Geschäftspartnern, inklusive Fördermittel suchenden Organisationen, ist für Beschäftigte von Wider Sense nicht ausgeschlossen, bedarf jedoch der Zustimmung des Arbeitgebers. Sämtliche Aktivitäten dieser Art kommunizieren wir transparent nach innen und außen. Insbesondere in solchen Fällen, in denen Wider Sense Fördermittel suchende Organisationen für Kunden vorschlägt, informieren wir die Kunden von Wider Sense schriftlich über mögliche Interessenkonflikte. 

6. Einhaltung dieses Kodex  

Dieser Code of Conduct wird erst durch die Anwendung und Einhaltung durch die Beschäftigten „zum Leben erweckt“ – das bloße Aufschreiben reicht nicht aus. Wir möchten die formulierten Werte und Verhaltensregeln in unserem beruflichen Alltag verankern und diese zu einem Pfeiler unseres Handelns werden lassen. Weitere Regelungen zur Einhaltung des Kodex sowie zur Möglichkeit, Bedenken zu äußern, sind in einer internen Vereinbarung schriftlich festgehalten.