Giving Circles – eine Spende, vereinte Wirkung

Eine Studie zum gemeinschaftlichen Spenden von Wider Sense TraFo mit freundlicher Unterstützung der Kurt und Maria Dohle Stiftung

Giving Circles: gemeinschaftliches Spenden

„Giving Circles – eine Spende, vereinte Wirkung“ wurde von Wider Sense TraFo mit Unterstützung der Kurt und Maria Dohle Stiftung erarbeitet. Die Studie untersucht das Spendenformat Giving Circles, Vorteile und Hürden, gibt Tipps zur Umsetzung und liefert dazu die Einschätzung von Expert*innen aus der Praxis.

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Was sind Giving Circles

Giving Circles – auf Deutsch: „Kreise des Gebens“ – kommen ursprünglich aus den USA und haben sich seit Jahren auch in Australien, Kanada und Großbritannien bewährt. Die Idee ist simpel: Einzelpersonen treffen sich, legen ihre Spenden zusammen und widmen sie gemeinsam einem oder mehreren guten Zwecken. Oftmals passiert das im kleinen Kreis mit Freund*innen, Bekannten und Kolleg*innen, ganz ohne Verein oder andere institutionelle Formen. Dabei entscheiden die Teilnehmenden zusammen, wohin sie das Geld und andere Ressourcen wie Zeit spenden wollen.

Giving Circles entstehen, wenn Menschen einer Region ein gemeinsames Anliegen haben. Manchmal werden sie auf Grundlage einer identitätsstiftenden Eigenschaft gebildet, wie zum Beispiel Geschlecht, ethnische oder religiöse Zugehörigkeit. So gibt es Kreise des Gebens, die nur aus Frauen bestehen oder ihre Arbeit an bestimmte gesellschaftliche oder religiöse Werte knüpfen. Eine solche Beschränkung ist kein Muss und hängt allein von den Gründer*innen ab. Die Spenden-Gemeinschaften sind meist selbstorganisiert, unabhängig und nicht bloß eine Aktion für eine einzelne Wohltätigkeitsorganisation. Die Höhe der Spendenbeträge der einzelnen Mitglieder kann sehr unterschiedlich sein. Organisator*innen und Teilnehmer*innen unterstützen so meist eine breite Palette wohltätiger Zwecke und Organisationen, zum Beispiel Menschen in Not, die Jugend- oder Altenhilfe, Kunst und Kultur oder Tier- und Naturschutz.

Der Zweck eines Giving Circles ist gemeinnützig und ein Ausdruck gesellschaftlichen Engagements. Einzelpersonen bündeln ihre Spenden und entscheiden gemeinsam, an welche gemeinnützige Organisation oder welches Projekt die nun größere Geldsumme
gehen soll. Daneben besteht die Möglichkeit, gemeinsam etwas über ein gesellschaftliches Thema zu lernen und sich mit anderen Menschen auszutauschen und zu vernetzen.

Über die Studie

Giving Circles haben sich anderswo bereits bewährt. Warum also nicht auch in Deutschland? Die Voraussetzungen dafür sind gut. Nun braucht es engagierte Bürger*innen und Institutionen, die den ersten Schritt tun. Diese Studie zeigt auf, welche verschiedenen Modelle und Varianten es gibt, einen Giving Circle zu gründen und zu gestalten. Sie gibt Einblicke in die Struktur und den Aufbau dieses Spendenformates, zeigt Herausforderungen und Chancen auf, gibt praktische Tipps zur Umsetzung und vermittelt hilfreiche Erfahrungswerte von Expert*innen, Gründer*innen und Teilnehmer*innen.

Titelblatt zur Studie "Giving Circles – eine Spende, vereinte Wirkung"