Forschungsbericht The Corporate Social Mind

Die Erwartungen deutscher Verbraucher*innen gegenüber dem gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen: In unserem neuen Forschungsbericht beleuchten wir die Sicht von Konsument*innen in den USA und Deutschland auf das Thema Unternehmensverantwortung.

The Corporate Social Mind: der Forschungsbericht

In unserer neuen Studie untersuchen wir die Erwartungen deutscher Verbraucher*innen gegenüber dem gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen.

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Ein Ergebnis: In Deutschland sind mehr als die Hälfte der Verbraucher*innen bereit, für sozialverträgliche Produkte tiefer in die Tasche zu greifen, fordern aber gleichzeitig mehr Verantwortung der Wirtschaft. Für den Forschungsbericht „The Corporate Social Mind“ befragten das Team um die Autoren Derrick Feldmann und Wider-Sense-Geschäftsführer Michael Alberg-Seberich jeweils mehr als 1.000 Personen in den USA und Deutschland. Untersucht wurde dabei, welchen Erwartungen Verbraucher*innen an das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen haben und welche Anforderungen sie an deren Produkte und Dienstleistungen stellen. Darüber hinaus fragten die Forscher*innen nach den wichtigsten Themen für unternehmerisches soziales Engagement. Mit Tierschutz/Tierrechten (37 %) und Klimawandel (35 %) zeigt sich, dass zentrale gesellschaftliche Themen von Konsument*innen trotz Covid-19-Pandemie (28 %) langfristig gedacht und von Unternehmen gefordert werden.

Über den Forschungsbericht

In Deutschland wird gerade eine lebhafte Debatte über die Rolle der Wirtschaft in der Gesellschaft geführt. Im September erregte eine Petition für eine neue Rechtsform von Unternehmen Aufmerksamkeit: das sogenannte Verantwortungsunternehmen. Darüber hinaus zeigen vor allem größere Unternehmen und Investoren ein wachsendes Interesse an dem sogenannten ESG-Berichtsrahmen (Environmental, Social, und Corporate Governance).

Einige Unternehmen begannen bereits vor COVID-19 ihren Zweck, häufig als ,,Purpose“ bezeichnet, und ihre Rolle in der Gesellschaft zu überdenken. Die Pandemie drängte sie nun zusätzlich zum Handeln. Unternehmen erhöhten ihre Spenden für öffentliche und gemeinnützige Hilfsaktionen, nutzten bestehende Maschinen zur Herstellung von Masken und Desinfektionsmitteln und aktivierten vorhandene Logistiksysteme, um Lebensmittel an Familien zu verteilen oder Pflegeeinrichtungen zu unterstützen. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob die jeweilige Unternehmensführung sich aus Imagegründen zu den Maßnahmen entschlossen hat oder es als authentisches gesellschaftliche Engagement gewertet werden kann? Können deutsche Unternehmen ganzheitliche, nachhaltige, soziale Geschäftsperspektiven entwickeln und halten? Erwarten deutsche Verbraucher*innen das von ihnen überhaupt? Diesen Fragen geht unsere Studie nach.

In unserem neuen Buch „The Corporate Social Mind“ haben wir vieles von dem vorweggenommen. Nun bestätigen die Studienergebnisse, dass deutsche wie US-amerikanische Verbraucher*innen, obwohl tausende von Kilometern voneinander entfernt, ähnliche Erwartungen an die Unternehmen haben und große Hoffnung, hegen bzgl. deren Beitrag zur Lösung drängender Fragen unseres Zusammenlebens und unseres Planeten.

Titelbild zu The Corporate Social Mind, Der Forschungsbericht